re-flexion Review
Nachdem es einige Monate recht still um Obscenity Trial und Mastermind Oliver Wand gewesen ist, meldet sich das Projekt jetzt mit seiner bis dato sicherlich stärksten Nummer "Über's Wasser Gehen" auf bemerkenswert frische und innovative Weise zurück.
"Über's Wasser Gehen" ist zugleich die erste Veröffentlichung beim bandeigenen und neu gegründeten Label Remote Music. Die Single läutet damit die mittlerweile dritte Labelepisode der Band ein. Allerdings wird diese Episode auch die letzte sein, denn nirgens lebt es sich doch so angenehm und kontrollierbar wie beim eigenen Label.
"Über's Wasser Gehen" ist sowohl als digitale als auch als limitierte physische Maxi-CD erschienen. Der Titel kombiniert schöne Harmonien mit angenehmen Rhythmen und Melodien und ist zudem von einer bemerkenswerten Vielschichtigkeit. Den Gesang hat Oliver Wand leicht mit Effekten bearbeitet. Eine Tatsache, die speziell bei dieser Single eine positive Ausstrahlung kreiert und keinesfalls störend wirkt.
Die Maxi-CD beinhaltet neben dem normalen "Über's Wasser Gehen (Radio Edit)" noch zwei weitere richtig geniale Remixe des Titelstückes, eine Akustik-Version von "Never Too Late" und zwei Live-Versionen der Songs "Here And Now" und "Seven Nation Army". Speziell der "Über's Wasser Gehen (Monody Remix)" ist verdammt gut gelungen und zeigt Obscenity Trial in einem weiteren frischen elektronischen Licht, dass sowohl über Radiostationen als auch in den Clubs erhellende Wirkung haben dürfte.
"Über's Wasser Gehen" ist ein sehr starker Auftakt zur neuen Obscenity Trial Epoche. Die Messlatte für das kommende Album hat Oliver Wand damit sehr hoch gelegt. Aber man darf wohl schon jetzt davon ausgehen, dass das Album die Erwartungen vollends erfüllen wird.
Ingo Möller
Quelle: re-flexion




