Die neue EP Daydream aus dem Hause Obscenity Trial knüpft nahtlos dort an, wo Here And Now endete. Auch dieses mal liefert Oliver Wand wieder Electro Pop, der, wenn er erst einmal im Ohr sitzt, haften bleibt.
Großer Pluspunkt auf Daydream ist definitiv der vielfältigere und ausdrucksstärkere Gesang, der mal schön dreckig, mal vorwurfsvoll aus den Boxen dringt. Bemerkenswert sind weiterhin die vielen kleinen Spielereien, die wie selbstverständlich mit in die Stücke eingewoben wurden. Am Arrangement und der Programmierung ist ebenfalls gar nichts zu rütteln.
Ob da eventuell ein gewisser Teil auf das Konto des Co-Produzenten Olaf Wollschläger zu verbuchen ist? Wie dem auch sei, die musikalische Leistung, die für Daydream erbracht wurde, schmälert es nicht im Geringsten. Ein Fleißkärtchen für Olaf und die Punkte für Oliver.
Neben der "Pflicht" von sechs hauseigenen Titeln beinhaltet die EP außerdem die "Kür" in Form von stimmigen Remixen von Künstlern wie Naghavi himself, Vorsprung durch Technik oder den viel zu früh von uns gegangenen Spetsnaz. Wem dies immer noch nicht reicht, dem sei der aktuelle Videoclip Daydream ans Herz gelegt, welcher sich zusätzlich auf der Scheibe befindet.
(9)
Oliver Herwich
Orkus, Mai 2007





