Nachdem Oliver Wand mit seinem Elektroprojekt Obscenity Trial im letzten Jahr für Furore und jede Menge positives Aufsehen im Elektrosektor sorgte, legt der sympathische Mastermind nun mit 'Daydream' eine Ep vor, die zum einen die 'Here And Now' Ära abschließt und zugleich zukunftweisende Ausblicke in die weiteren musikalischen Vorhaben von Obscenity Trial gibt.
Der Titeltrack ist eine moderne Mischung aus Elektro- und Synthpop und weiß einerseits durch ihr wunderbar atmosphärisch melodiöses Musikgerüst und die sich auf diesem immer wieder innovativ in den Vordergrund spielenden Melodienbögen zu begeistern. Der Gesang von Oliver Wand ist hervorragend in die Sounds eingebettet und verschmilzt mit diesen zu einen bemerkenswerten Einheit - eine Symbiose, die den Hörer vom ersten Ton an gefangen nimmt.
Teil eins dieser neuen Obscenity Trial Veröffentlichung bietet dem Hörer neben dem Titelstück der Ep sodann noch fünf weitere exklusive Tracks, von denen einer wahrhaft genialer als der andere ist. Mir persönlich hat der 'Lecture (Retro Mix)' am allerbesten gefallen.
Aber auch die anderen Titel 'Desire', 'Looking For You (A Kind Of Lovesong)', '7:30' sowie die wundervolle, emotional ergreifende Ballade 'Book Of Love' reflektieren allerhöchstes elektronisches Niveau und verbinden klassische retrospektive Elemente des Elektrosounds mit aktuellen Einflüssen und lassen somit einmal mehr die faszinierende Zeitlosigkeit dieser wunderbaren Musikrichtung in den Vordergrund treten.
Der zweite Teil des Tonträger beinhaltet dann noch vier musikalische und einen optischen Bonus.
Zum einen gibt es vom Titeltrack 'Daydream' drei Remixe zu bestaunen, die allesamt wahrhaft gigantisch geworden sind und für deren Realisierung sich Oliver Wand namhafte Unterstützung sichern konnte.
So haben unter anderem And One Mastermind Steve Naghavi, Spetznaz oder auch Andrew Sega von Iris an den Reglern für diese neuen Interpretationen des Titels gesessen und diesem ihren ganz persönlichen Stempel aufgedrückt, ohne dem Song jedoch seine ureigenen Wurzeln zu rauben.
Zwischendrin weiß dann auch noch der 'Lecture (Vorsprung Durch Technik Remix)' für ein weiteres positives Aha-Erlebnis zu sorgen.
Als finalen Abschluss gibt es dann noch das 'Daydream (Video)' am PC zu betrachten. Besser geht es nicht - und das im wahrsten Sinne des Wortes und auf allen Ebenen.
5 von 5 Punkten
Ingo Möller
re-flexion





