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22.05.2008

inn-joy Review (German)

 

Obscenity Trial sind wahrlich keine Neulinge im Musikbusiness. Bereits im Jahre 1993 gründete Oliver Wand zusammen mit Guido Adolphi die Gruppe und nach der Trennung 1998 wurde OT vor 4 Jahren wieder ins Leben gerufen. Das Album "Here and now" war 2004 ein großer Erfolg und die Presse überschlug sich mit Lob. Nach der nicht weniger erfolgreichen EP "Daydream" folgt nun der nächste Streich: "That night".

Düster und mit einem schleppenden Beat wird das Album mit dem instrumentalen Track "Personal daemon" eröffnet. Nichts, was vom Hocker reisst, aber dafür ist es ja auch ein Intro.
Richtig los geht es mit dem gleichlautenden Albumtrack "That night", bei dem das Zusammenspiel von Olivers Stimme und den Elektrosequenzen gut klappt. Es könnte fast der Eindruck entstehen, dass es sich hier um eine besonders dunkle Musik handelt, doch gleich der nächste Song "Go away" überzeugt vom Gegenteil.

Alles andere als dunkel, aber durchaus tanzbar und vielleicht sogar für das Radio geeignet präsentiert sich der Titel, der erstaunlich bekannt klingt. Hier kommen die Electropop-Merkmale, die man beispielsweise von One Republic oder auch Apoptygma Berzerk kennt, zum Vorschein, was aber auf keinen Fall negativ gemeint ist.

Obscenity Trial ist eindeutig eine Band für schöne Refrains. "Lecture", bekannt von der EP, verpackt das tanzbare zusammen mit einem überzeugenden Chorus in einen Song und ist der starke Gegensatz zu der Ballade "My mind, your mind". Man fühlt sich ein wenig in die frühen 80er zurück versetzt und auch "Cinderellas Palace" steht dem in nichts nach.
Es ist erstaunlich, wie abwechlungsreich die Songs sind, aber doch immer wieder Parallelen zu Musik von vor 20 Jahren gezogen werden können ? ohne, dass es langweilig wird.

Besonders fällt "Wenn du fällst" aus der Reihe der Tracks, denn es handelt sich hier erstmals um einen deutschen Song, der ebenfalls durch einen bezaubernden Refrain zu überzeugen weiß.
Nach knapp 50 Minuten endet das Album, wie es begonnen hat: mit dem instrumentalen Stück "Just another bad dream".

Und was bleibt zu sagen?
Obscenity Trial verstehen es mit zwölf Songs einen ausgeglichenen Cocktail an verschiedenen Stilen zu servieren. Ob tanzbar, Balladen oder einfach eine Reise zurück in die Zeit, in der Electropop sehr en vogue war. Durch die nicht übertriebene Länge der Titel bleibt "That night" spannend und abwechslungsreich.

Punkte: 4 von 5 inn-joy-Punkten

Text: B. Blocksiepen

Quelle: http://www.inn-joy.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1933&Itemid=30



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