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05.07.2009

Orkus Review (German)

 


Grenzen gibt es für Oliver Wand nicht. Um seine Vision von Musik an die Menschen zu bringen, scheut der Kopf von Obscenity Trial vor nichts zurück.

Spektakulärstes Ereignis der bisherigen Obscenity Trial-Karriere war sicherlich das Konzert in Kabul. Doch auch für die Produktion der Tonträger geht das Projekt immer wieder spannende Wege.

So ist die aktuelle Single Über's Wasser Gehen eine Zusammenarbeit mit niemand geringerem als Tino Oac, seines Zeichens einer der Sänger von Söhne Mannheims.

Wer aber jetzt einen kruden Mix aus metaphorisch überladenen Texten im Electro-Gewand befürchtet, kann sich beruhigen: Tino übernam gemeinsam mit dem Mastermind lediglich die Produktion.

Selbstverständlich ist die neueste Single wieder ein typischer Obscenity Trial-Track, vollgepackt mit jeder Menge wohlklingender Elektronik und getragen von der weich-sonoren Stimme Olivers.

Allerdings mag der Titel im Radio Mix nicht so richtig zünden. Erst die anderen Versionen auf der auf 1.000 Stück limitierten Single entfalten seine Energie:

Während der lakonisch getaufte Don't Dance Mix eben gerade dazu anregt, hebt der Monody Remix die pathetisch-orchestralen Elemente hervor und macht Über's Wasser Gehen zu einer kleinen Hymne, die mit wunderschönen Geigen endet.

Zusätzlich packten Obscenity Trial eine traumhaft schöne, balladeske Version von Never Too Late auf die Maxi.

Abgerundet wird das Release mit Live-Mitschnitten des Clubhits Here And Now und dem The White Stripes-Cover Seven Nation Army.

(7,5)
Daniel Dreßler
Orkus Juli/August 2009



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