Another interview is online with Greek magazine Subexistance: http://bit.ly/arwa3v
09.10.2009
ORKUS Review (German)
Dass grosse Ereignisse ihre Schatten weit vorauswerfen, ist ja bekannt.
Im Falle von Obscenity Trial waren es die beiden Vorabauskopplungen "Über's Wasser Gehen" und "Glück Auf", die dem Synthiepop-Projekt von Oliver Wand einen neuen Schwung verliehen.
Allem voran die Zusammenarbeit mit Tino Oac, seines Zeichens bei den Söhnen Mannheims Mitglied, holte neue Energien hervor.
Mit "Soulstrip" ist nun endlich das lang erwartete Album da. Und wieder einmal schafft es Oliver, mit seinen Songs Gefühle beim Hörer hervorzurufen.
Das beginnt gleich mit der epischen Eröffnung "Seven Seas", bei dem Oliver fast schon opernhafte Züge in seiner Stimme auslotet.
Insgesamt ist die CD - wie es bereits die ersten beiden Singles erahnen ließen - etwas ruhiger gehalten. Das heißt aber nicht, dass für den Tanzwütigen nichts zu holen wäre: Einmal "Inside" gehört, und schon hat man einen wunderbaren Ohrwurm und einen genialen Basslauf im Ohr.
Auch "Yet Another Boring Day" kommt mit der nötigen Portion Wut daher und kann schnell begeistern, und mit "Shadows" gibt es eine wunderbare Uptemponummer mit genialen Sounds, ehe das wunderschöne "What's Driving You On" das Album beschließt.
Obscenity Trial haben es wieder einmal geschafft, die Grenzen ein Stückchen mehr nach Außen zu drücken.
So muss anspruchsvolle Pop-Musik heutzutage klingen.
(9)
Daniel Dreßler
Orkus 10/09




