re-flexion Review
Oliver Wand hat erstmalig mit seinem Projekt Obscenity Trial durch seinen Beitrag auf der "Infacted Volume 3" Compilation auf sich aufmerksam gemacht.
Nun liegt mit "Here And Now" das Erstlingswerk von Obscenity Trial vor - und man kann vor diesem Album wirklich den Hut ziehen.
Elektropop vom Feinsten, durchdachte Sounds, klar definierte Strukturen, interessante Meldienbögen und eine Songanreicherung, die sich in Form einer innovativen Spannungskurve durch das gesamte Werk hindurch zieht.
Das Album wurde von keinem Geringeren als Olaf Wollenschläger produziert und die einzelnen Titel sind - nicht zuletzt auch aufgrund dieser Tatsache - bis ins kleinste Detail bestens ausgeleuchtet und in Szene gesetzt worden.
Der Titeltrack "Here And Now" ist mittlerweile nicht mehr aus den Clubs der Republik wegzudenken und auch auf der kommenden neuen re-flexion Compilation "elektrisch! 2" wird sich eine exklusive Version davon befinden.
Oliver Wand hat sich auf "Here And Now" jedoch nicht - wie viele andere Gruppen in dieser Zeit - der bedingungslosen Clublastigkeit seiner Stücke unterworfen, sondern eine wunderbare Mischung aus seichten Synthpopperlen, emotional fragilen Balladen und tanzbaren Tracks realisiert.
Stücke wie "All That´s Left", "Afraid" oder auch "Never Too Late" stehen für das Umsetzen dieser gedanklichen Vielfalt bestens synonym und geben einen guten Einblick in das musikalische Gedankengut von Obscenity Trial. Selten hat mich ein Debütalbum derart eingenommen, wie es "Here And Now" schafft. Man darf auf den weiteren Weg von Oliver Wand gespannt sein, der Grundstein dafür ist gelegt.
Ingo




